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aus: "Mannheimer Morgen" vom 17.06.2004, Seite
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Dreharbeiten in der "MM"-Druckerei für
einen Film über
Brandverhütung. Kameramann Martin Schuk (links, mit Assistent Alexander Adolf) zoomt auf die Papierbahnen. |
Regisseurin Doro Vernier in ihrem Element. "MM"-Maschinen-
führer Axel Kunze (links) zeigte den Filmleuten, wo's in der Rotation rund geht. Bilder: Proßwitz/red |
Wieder und wieder auf die Titelseite zoomenDreharbeiten beim "Mannheimer Morgen" für Film über Brandverhütung und Erste Hilfe |
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Von unserem Redaktionsmitglied "Kamera läuft - und bitte", lautet die Anweisung von Regisseurin Doro Vernier. Langsam habe ich schon Routine: Griff zum Telefon, ganz leicht auf die Tasten tippen und ins Tuten hinein eine Recherche-Situation sprechen. Dabei am Feuerzeug spielen und mir den Zeigefinger der rechten Hand verbrennen. Drehort ist unsere Redaktion im zweiten Obergeschoß des Media Parks in der Dudenstraße. Die Filmproduktionsfirma "plonsker media" aus Ludwigshafen erstellt einen Film für die gewerblichen Berufsgenossenschaften zum Thema Brandverhütung und Erste Hilfe. Er wird an Berufsschulen gezeigt und erreicht etwa 800 000 Jugendliche. Auf der Suche nach einer Tageszeitungsdruckerei und -redaktion war Thomas Plonsker auf den "MM" zugekommen. Unser Part im Film ist die Berichterstattung über ein gerade noch verhindertes Großfeuer - das zentrale Handlungselement - und zu zeigen, wie sorglos man im Alltag zum Teil mit Brandgefahren umgeht: Siehe mein Spiel mit dem Feuer... Erster Drehort beim "MM" ist die Druckerei. Seit 6 Uhr morgens sind Ralf Drach, Leiter der Rotation, und sein Team mit dem Druck des Wochenblattes beschäftigt. Für die Auflage von 160 000 Stück rasen die Papierbahnen über die Druckrollen. In Windeseile bauen Kameramann Martin Schunk und sein Assistent Alexander Adolf die Scheinwerfer und Stative, die Kameras und den Monitor für die erste Einstellung auf. Drach erklärt Vernier die technischen Voraussetzungen für ihre Dreharbeiten: "Gleich haben wir Plattenwechsel, das dauert zwölf Minuten. Dann drucken wir für etwa eine halbe Stunde die Rhein-Neckar-Auflage, das ist ihr Zeitfenster für die Aufnahmen. "Sorgenvolle Gesichter bei den Filmleuten: Das wird knapp. Schunk hat sich verschiedene Perspektiven überlegt, für jede müssen Scheinwerfer und Kameras umgestellt werden. Als für den ersten "Take" alles vorbereitet ist, drückt Maschinenführer Axel Kunze einen Knopf auf seinem Steuerpult und die Rotationsmaschinen laufen mit einem ohrenbetäubenden Lärm an. Jetzt ist die Verständigung des Pilmteams untereinander nur noch mit Fingerzeichen möglich. Schunk und sein Assistent kriechen auf die andere Seite der Bahnen, schnell den Scheinwerfer gedreht, die Klappe vor die Kamera gehalten und weiter geht's. "In der Druckerei des 'MM' hat es noch nicht wirklich gebrannt", verneint Druckereileiter Harald Blendowski. "Seit 1974 drucken wir in der Dudenstraße, die Feuerwehr kommt zu Übungen und wenn es mal einen Fehlalarm wegen Zigarettenrauch gibt." Dreharbeiten finden hingegen öfter mal in seinem Reich statt. Als nächstes kommen die vier Druckplatten für den Titel der "plonsker media-Sonderauflage" in die Maschinen - für jede Druckfarbe eine. Auf den ersten Blick sieht die Seite aus wie ein ganz normales Titelblatt des "MM". Nach wenigen Minuten gibt Rotationsleiter Drach das Signal für den Druck von rund 1000 weiteren Exemplaren des Wochenblattes - aber jetzt mit dem eigens gestalteten Titelbild. Hierfür hat Schunk seine Kameraausrüstung am Ende der Rotation aufgebaut, wo die gefalteten Zeitungen auf ihre Druckqualität kontrolliert werden. Nun schlägt die Stunde von Maschinenführer Axel Kunze: Wieder und wieder greift er in den Stapel, wird von vorn, von hinten, von der Seite gefilmt und hält den Zeitungstitel in die Kamera. Durch einen gekonnten Zoom und mit einem technischen Trick wird im Film vom Aufmacherfoto der Zeitungsseite in die Situation vor Ort beim Großfeuer geblendet - so verbindet die Technik das gedruckte mit dem bewegten Bild. |